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Beim Beraten und Gestalten helfen: Azubi beim Notar
Juni 2013

Neue Ausbildungsinitiative der Notarkammern des hauptberuflichen Notariats

Für eine rechtliche Beratung auf höchstem Niveau benötigen Notare hochqualifizierte Mitarbeiter. Notarfachangestellte unterstützen die Notare auf vielfältige Weise und haben nicht nur einen abwechslungsreichen Beruf, sondern auch einen lukrativen und sicheren Arbeitsplatz. Mit ihrer neuen Ausbildungsinitiative informieren die Notarkammern des hauptberuflichen Notariats unter www.genau-mein-ding.net über den Ausbildungsberuf und stehen für Fragen zur Verfügung.

Notare nehmen im Rechts- und Wirtschaftssystem vielfältige Aufgaben wahr. Ob Hauskauf, Unternehmensgründung, Ehevertrag oder Testament: Sie beraten die Beteiligten, erarbeiten Vertragsentwürfe und beurkunden Rechtsgeschäfte. Doch sie sind keine Einzelkämpfer, sondern arbeiten im Team mit ihren Mitarbeitern – den Notarfachangestellten.

„Notarfachangestellte unterstützen den Notar auf vielfältige Weise“, erklärt Dr. Markus Sikora von der Notarkasse A. d. ö. R. in München. „Bereits in der Ausbildung wirken sie bei der Vorbereitung von Besprechungsterminen und Vertragsentwürfen mit, helfen Mandanten bei telefonischen Anfragen, halten Kontakt zu Behörden und Gerichten und erledigen Schriftverkehr.“ In der Möglichkeit, eigenständig und verantwortungsvoll zu arbeiten, besteht der Reiz dieses Ausbildungsberufes, denn Notarfachangestellte werden von Anfang an in komplexe Vorgänge einbezogen, die einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag garantieren.

Notarfachangestellte erwartet daher eine Reihe persönlicher Herausforderungen. Sie gehen täglich mit Menschen um, die oft vor entscheidenden Weichenstellungen in ihrem Leben stehen. „Persönliche Themen brauchen persönliche Ansprechpartner. Für ihre Arbeit benötigen Notarfachangestellte daher Zuverlässigkeit und angemessene Umgangsformen“, führt Sikora weiter aus. „Auch ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind wichtige Eigenschaften, auf die es bei den Bewerbern ankommt.“ Der Umgang mit den Beteiligten sowie die Arbeit mit Gesetzestexten und Fachbüchern stellen zudem hohe Anforderungen an die sprachliche Kompetenz.

Wer seine Ausbildung erfolgreich abschließt, wird jedoch mit ausgezeichneten Chancen auf dem Arbeitsmarkt belohnt. Dr. Sikora: „Die Notarfachangestellten werden im Anschluss an ihre Ausbildung in den meisten Fällen direkt von ihrem Ausbildungsnotar übernommen. Anschließend stehen ihnen im Notariat weitere interessante Aufstiegsmöglichkeiten offen, beispielsweise als Bürovorsteher. Für viele Notarfachangestellte ist nicht zuletzt auch die Sicherheit, die der Arbeitsplatz im Notariat bietet, ein wichtiger Faktor bei der Berufswahl gewesen.“ Aufgrund der erworbenen Schlüsselqualifikationen sind Notarfachangestellte darüber hinaus aber auch für andere Branchen, wie zum Beispiel Banken, Finanzdienstleister oder Versicherungen, besonders interessant.

Die Kammern das hauptberuflichen Notariats haben unter dem Slogan „Genau mein Ding“ eine Ausbildungsinitiative für den Beruf des/der Notarfachangestellten gestartet. Auf der Internetseite www.genau-mein-ding.net finden interessierte Bewerber weitere Informationen zu den Perspektiven und Anforderungen des Berufes und zum Bewerbungsverfahren. Auch stehen persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, die offene Fragen beantworten und bei einer konkreten Bewerbung weiterhelfen.

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